'Das mag ich nicht' oder 'Das mag ich nicht' sind Sätze, die man oft von - vor allem kleinen - Kindern hört. Obwohl Sie vielleicht denken, dass es hauptsächlich die Gene Ihres Kindes sind, die seine Geschmacksnerven beeinflussen, hat es auch etwas mit der Erziehung zu tun. In diesem Blog erklären wir, warum.

In diesem Blog werden Sie lesen

  • Warum die ersten Jahre für die Geschmacksentwicklung entscheidend sind.
  • Wie das wiederholte Anbieten von Lebensmitteln funktioniert.
  • Praktische Tipps, wie Sie Ihr Kind an neue Geschmäcker gewöhnen können.
  • Die Vorteile einer frühen Gewöhnung an eine Vielzahl von Lebensmitteln.

Beweise aus der Wissenschaft!

Die Forschung hat gezeigt, dass Geschmacksvorlieben weitgehend in der frühen Kindheit entwickelt werden. In dieser Hinsicht sind die ersten 2 Jahre Ihres Kindes die wichtigsten für die Geschmacksentwicklung. Das liegt einfach daran, dass die meisten 0-2-Jährigen gerne neue Dinge probieren und Geschmäcker akzeptieren, im Gegensatz zu den hartnäckigen Kleinkindern.

In einer Studie mit niederländischen Kleinkindern wurde festgestellt, dass das wiederholte Anbieten von Gemüse (in diesem Fall Rote Bete) zu einer 3x höheren Aufnahme führt!

Ein sehr erfreuliches Ergebnis für Eltern, denn allein das wiederholte Anbieten von Gemüse kann dafür sorgen, dass Ihr Kind mehr Gemüse isst. Außerdem war diese höhere Aufnahme noch 6 Monate später nachweisbar.

Andere Untersuchungen zeigen, dass Kinder bereits im Alter von 6 Monaten beginnen, neue Geschmacksrichtungen zu probieren, und zwar durch feste Nahrung zusätzlich zur Brust- oder Flaschenernährung. Und das Schöne daran: Die Chancen stehen gut, dass Ihr Kind diese Nahrung sein ganzes Leben lang mögen wird!

Vorteile einer frühen Gewöhnung an neue Geschmacksrichtungen

1.Abwechslungsreiche Ernährung: Kinder, die an verschiedene Geschmacksrichtungen gewöhnt sind, ernähren sich mit größerer Wahrscheinlichkeit abwechslungsreich, was zu einer gesunden und vollwertigen Ernährung führt!

2.Langfristig bessere Gesundheit: Eine abwechslungsreiche Ernährung kann dazu beitragen, Fettleibigkeit und anderen Gesundheitsproblemen wie Diabetes und Herzerkrankungen vorzubeugen.

3.Kulinarische Offenheit: Kinder, die schon in jungen Jahren verschiedene Geschmacksrichtungen kennen lernen, sind oft offener für neue Gerichte und Küchen. So macht Essen gehen mit Kindern noch mehr Spaß!

Praktische Tipps für Eltern

1.Beginnen Sie früh: Führen Sie neue Geschmacksrichtungen ab der Einführung fester Nahrung ein. Beginnen Sie mit milden Geschmacksrichtungen und arbeiten Sie sich langsam an stärkere Geschmacksrichtungen heran. Aber seien Sie vorsichtig: Führen Sie immer nur eine Geschmacksrichtung auf einmal ein.

2.Wiederholen Sie den Kontakt: Wenn Ihr Kind etwas nicht sofort essen will, geben Sie nicht auf. Es kann bis zu 10-15 Mal dauern, bis ein Kind eine neue Geschmacksrichtung akzeptiert. Wir geben außerdem Tipps für die Einführung neuer Geschmacksrichtungen bei Kleinkindern.

3.Seien Sie ein gutes Beispiel: Kinder lernen durch Beobachtung. Wenn sie sehen, dass Sie etwas essen und es tatsächlich mögen, werden sie eher geneigt sein, dasselbe zu tun.

4.Beziehen Sie Ihr Kind mit ein: Lassen Sie Ihr Kind bei der Auswahl und Zubereitung des Essens helfen. Das wird sein Interesse am Essen steigern!

5.Schwierigkeiten mit bestimmten Lebensmitteln: Hat Ihr Kind Schwierigkeiten mit einer bestimmten Art von Lebensmitteln, z.B. mit dem Verzehr von Obst und Gemüse oder tierischen Produkten wie Fisch? Lesen Sie die verlinkten Blogs!

Quelle

  1. Savage, J. S., Fisher, J. O., & Birch, L. L. (2007). Parental influence on eating behavior: conception to adolescence. The Journal of law, medicine & ethics : a journal of the American Society of Law, Medicine & Ethics, 35(1), 22–34. https://doi.org/10.1111/j.1748-720X.2007.00111.x 
  2. Scaglioni, S., De Cosmi, V., Ciappolino, V., Parazzini, F., Brambilla, P., & Agostoni, C. (2018). Factors Influencing Children's Eating Behaviours. Nutrients, 10(6), 706. https://doi.org/10.3390/nu10060706 
  3. Cooke, L. J., Wardle, J., Gibson, E. L., Sapochnik, M., Sheiham, A., & Lawson, M. (2004). Demographic, familial and trait predictors of fruit and vegetable consumption by pre-school children. Public health nutrition, 7(2), 295–302. https://doi.org/10.1079/PHN2003527 
  4. Mennella, J. A., Forestell, C. A., Morgan, L. K., & Beauchamp, G. K. (2009). Early Flavor Experiences: Evidence That 'Vegetable' Exposure During Infancy Promotes Later Vegetable Acceptance. Appetite, 52(3), 753-756. doi:10.1016/j.appet.2009.03.012
  5. van der Horst, K., Ferrage, A., & Rytz, A. (2014). Involving children in meal preparation. Effects on food intake. Appetite, 79, 18–24. https://doi.org/10.1016/j.appet.2014.03.030

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